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Räubertöchter statt Prinzessinnen …

Stephanie Bosch Trainer Coach Consultant

Stephanie Bosch Trainer Coach Consultant

Schon seit spätestens meiner Jugend hat mich das Wort “Rebell” begleitet. Niemals in einer negativen Weise, sondern mehr im Sinne von Querdenker, Infragesteller, Weltverbesserer, Anpacker – nach dem Motto “Die Welt braucht mehr Räubertöchter statt Prinzessinnen”.  Dieser Ausdruck war in den 90ern wohl relativ populär – wenn jemand eine andere Umschreibung hat, bitte, gerne, her damit!

Als ich dann mit 19 im Banking gestartet bin und die Corporate World kennengelernt habe, hat sich mein Querdenken relativ schnell gelegt bzw. wurde abtrainiert. Ich möchte überhaupt nicht sagen, dass dies nur auf die Bankenindustrie zu beziehen ist. Egal, wo ich in meinen 10 Jahren Berufserfahrung gearbeitet habe, war lösungsorientiertes, unternehmerisches Denken nicht unbedingt gewollt. Trotz der Standard Slogans “meldet euch, wenn ihr Verbesserungsvorschläge habt” etc..

Natürlich will sich nach außen hin gerne jedes Unternehmen als innovativ sehen und Verbesserungen anstreben. Sobald dann aber jemand merkt, wie viel Arbeit dahinter steckt oder wie langwierig Prozesse sein können (ohja, Corporate World) oder wie viele Menschen “mitgezogen” werden müssen ohne, dass das Tagesgeschäft leidet, dann hat sich die Veränderungswut relativ schnell gelegt..

Im Sommer letzten Jahres, als ich dann offiziell diese Welt hinter mir gelassen habe, um SalesTrainerIn zu gründen, habe ich gemerkt, wie sehr das Corporate Denken mittlerweile in mir verankert war.

Wie schwer es war den rebellischen Teil meines Ichs frei zu lassen….

Für alle, die es sich nicht vorstellen können: Es war verdammt schwer! Und es hat ewig gedauert! Zumindest gefühlt.

Wenn man sich bspw. die englische Version meiner Webseite auf www.salestrainerin.com anschaut, dann sieht man noch die “Reste” meines Prozesses.
Diese Seite ist noch im alten “professionellen Layout”, sodass es auch wirklich Geschäftskunden anspricht.

Der Haken? Ich selbst finde das Layout langweilig, kann mich nicht damit identifizieren und es ist beliebig austauschbar.

Natürlich ist die deutsche Seite sehr farbenfroh und ggf. ein bisschen provozierend. Und sie passt zu mir, meinem Business und meiner Mission.

Es fühlt sich endlich richtig an, mit dieser Botschaft nach draußen zu gehen. Einer Botschaft hinter der ich stehe und mich nicht länger verstecken möchte. Warum? Weil ich Bananas bin about Rebels! (Sorry für das Denglish aber sonst passt mein Werbeplakat nicht mehr ;-))

Bananas about Rebels - SalesTrainerIn

Bananas about Rebels – SalesTrainerIn

Ich bin der Meinung,

die Welt braucht viel mehr Querdenker, Räubertöchter, Anpacker und Weltverbesserer!

Anfangs war mir nicht klar, was mich mit diesem Auftritt erwarten wird. Und ich kann nur sagen, dass das Feedback überwältigend positiv war.

Sogar Kollegen von der Bank, bei der ich 2006 gestartet bin, haben mich angerufen, um mir zu gratulieren. Ein Kollege sagte “Du bist ein Freigeist. Und ich glaube das warst du schon immer. Du hast es nur versteckt. Endlich bist du, du.”

Das andere Menschen in mir gesehen haben, was ich versucht habe zu verstecken hat mir Aufwind gegeben, darüber zu sprechen.

Rebellen sind für mich nicht die Menschen, die nach außen hin rebellisch wirken (ja, das ist ein Ding … ich hätte es nicht gedacht aber es gibt verdammt viele Stigmata über Aussehen, Nasenringe, Tattoos, Haarfarben etc.!), sondern all die, die rebellieren.

Still und leise manchmal und manchmal lauter mit Taten. Ich rede hier keinesfalls von illegalen Aktionen, dark side Verhalten o.ä., sondern von Originalen. Von innovativen Denkern. Von den Menschen, die verrückt genug sind zu glauben, dass sie die Welt ein kleines Stückchen besser machen können und werden.

Von den Menschen, die wir alle so gerne in unserem Freundeskreis und Unternehmen hätten.

Warum haben wir das denn nicht?
Weil wir es uns abtrainieren lassen. Ich glaube fest daran, dass jeder Mensch kreativ ist. Ich glaube fest daran, dass jeder Mensch auf die eine oder andere Art als Kind gerne gespielt hat. Ich glaube fest daran, dass Menschen sich danach sehnen das ganze “comparison game” hinter sich zu lassen.

Die größte Herausforderung für Unternehmen in der aktuellen Zeit, aber noch viel mehr in der Zukunft wird sein, Arbeitsplätze und Umfelder zu schaffen, die Rebellen anziehen. Die Querdenken, Spaß und Spiel nicht nur erlauben, sondern entfachen. Wo die Menschen, die gerne arbeiten gehen und einen Impact machen wollen sich den Arbeitgeber aussuchen.

Kennen Sie Rebellen oder rebellenfreundliche Unternehmen? Ich würde mich gerne vernetzen!

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