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Minimalismus in der Kommunikation

Das Thema Minimalismus ist in vieler Munde. Auf YouTube, Instagram und Pinterest primär aufgrund seiner cleanen Ästhetik. In unserer komplexen Konsumgesellschaft, weil wir uns nach Einfachheit sehnen. Weil wir in der Vielfalt der Möglichkeiten keine Entscheidungen mehr treffen können oder wollen. Weil wir uns überfordert fühlen von dem permanenten „angeswitcht“ sein.

Diese Überforderungen begleiten uns mittlerweile durch unseren Alltag. Dank selektiver Wahrnehmung schaffen wir es durch die Tage. Dank guter SPAM-Filter schaffen wir es die Flut unserer E-Mails auf ein kleineres Maximum zu führen. Durch Warentests und Reviews versuchen wir uns im Konsumdschungel zurecht zu finden und das richtige, passende Produkt für uns zu finden.

Wir sind als Konsumenten so informiert wie nie zuvor. Informationen sind nicht mehr länger ein Hoheitsgut, das über Machtpositionen entscheidet.

Wir können jederzeit auf (fast) alle Informationen zugreifen, die wir suchen .. das Problem ist eher die richtigen Informationen zwischen diversen Blogposts (wie diesem hier 😉 ), YouTube Videos, Fachartikeln, Meinungen, Gruppendiskussionen und Facebooktimelines etc. herauszufiltern.

Was können wir also unserem Kunden Gutes tun, wenn wir mit ihm kommunizieren?

Es minimalistisch halten: kurz, knapp, knackig. Auf den Punkt.

Addressaten-gerecht.

Bedarfsgerecht.

Wir müssen endlich aufhören unseren Kunden tot zu beraten.

Wir müssen aufhören unsere Kunden mit Fachjargon in Schockstarre zu quatschen.

Wir müssen aufhören Standardlösungen für Individualisten und Originale anzubieten.

Wir selbst wollen doch auch keinen Einheitsbrei mehr. Warum kommunizieren wir dann so?

Weil es uns niemand beigebracht hat.

Gute Kommunikation ist schwierig. Wir alle kommunizieren seit wir klein sind. Dadurch denken wir, dass wir das natürlich draufhaben. Pustekuchen.

Gute Kommunikation ist simpel aber nicht einfach!

Um addressaten- und bedarfsgerecht zu kommunizieren, müssen wir wissen, was unser Gegenüber denn eigentlich möchte.

Wir müssen aktiv zuhören.

Gezielt nachfragen.

Zuhören, um zu verstehen.

Wir brauchen Empathie und ein eigenes Bewusstsein.

Wenn wir klein sind bekommen wir beigebracht „behandle andere so, wie du selbst behandelt werden möchtest“. Das ist falsch!

Es sollte heißen: „behandle anderen so, wie sie behandelt werden möchten“.

Es ist an der Zeit, dass wir mal innehalten in dieser wilden Welt. In dieser vollen und lauten Welt und uns selbst bewusstwerden, wer wir sind und was wir wollen.

Erst dann können wir uns auf das Wichtige berufen – wenn wir wissen, was das ist.

Wenn wir uns selbst können, dann können wir auf andere eingehen. Dann können wir verstehen, was sind meine Standpunkte. Welche Vorurteile habe ich? Wenn wir uns die unbewussten Vorurteile bewusst machen, können wir dagegen angehen. Wenn wir es dann schaffen nicht für den Kunden zu denken, sondern den Kunden zu verstehen und ernst zu nehmen, dann können wir auch Wünsche erfüllen.

Dann können wir unser Gegenüber ernst nehmen.

Dann können wir adressaten- und kundengerecht Kommunizieren. Kurz, knapp, knackig. Auf den Punkt.

Getreu dem Motto:

„Ich schreibe dir einen langen Brief, weil ich keine Zeit habe, einen kurzen zu schreiben.“ (je nach Quelle Zitat von Blaise Pascal, Johann Wolfgang von Goethe, Georg Christoph Lichtenberg, Jonathan Swift, Blaise Pascal, Heinrich von Kleist, u.a.)

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